Ein Katastrophentag


Hallo Kunstfreunde,

es gibt Tage, an denen einfach alles schiefgeht. Aber der Reihe nach.

Durch einen Zufall kam ich an eine gebrauchte Mikrowelle. Danke an dieser Stelle an die edle Spenderin. Dadurch war ich in der Lage, einen lang gehegten Traum zu verwirklichen. Ich konnte endlich meinen Hobbykeller so umgestalten, dass ich nun in der Lage bin Glas zu schmelzen. Mein erster Versuch bestand darin, mineralische Stoffe in Glas einzuschmelzen. Das nachfolgende Foto zeigt das Resultat.

Leider schlug dieser Versuch fehl. Beim Hantieren im Keller kam ich gegen die Mikrowelle, sodass sich die Glastücke bewegten. Daher beendete ich den Versuch vorzeitig. Man kann im Bild den mineralischen Stoff erkennen. Diesen hatte ich im Vorfeld bereits ausgeglüht. In meinem Fall handelte es sich um Gartenerde. Durch das Ausglühen wurden die pflanzlichen Bestandteile entfernt, die ansonsten im Schmelzprozess ausgasen würden. Man kann deutlich erkennen, wie das Glas die mineralische Erde umschließt. Bei passender Gelegenheit werde ich diesen Versuch wiederholen.
Merke: Stelle die Mikrowelle so, dass ein verwackeln unmöglich ist!
Merke: Schaffe einen Platz, an dem der HotPot in Ruhe abkühlen kann!
Also einen Platz mit einer feuerfesten Unterlage in unmittelbarer Nähe der Mikrowelle.

Das zweite Experiment misslang an diesem sch… Tag gleichfalls. Ich wollte Cabochons gestalten. Dazu hatte ich Glassplitter auf dem Thinfire Papier gestapelt. Aus meiner jetzigen Sicht war das eine ungünstige Entscheidung. Die Gesetze der Physik lassen sich nicht überlisten. Wenn Glas schmilzt, dann agiert jeder Glassplitter für sich allein. Also hat jedes Glasstück eine eigene Oberflächenspannung und bildet eine eigene ovale Oberfläche mit einer maximalen Stärke von 6 mm aus.
Besonders deutlich kann man das an den grünen Glasstücken erkennen.

Erhitzt man das Glas weiter, dann fließen die Glasstücke irgendwann zusammen. Bilden aber nicht die gewünschte ovale Form. Deutlich kann man das an den anderen Glasstücken erkennen. Daher ist es besser, dünnes Glas in ovaler Form als Basis zu verwenden. Auf dieser Basis können dann Glasteile mit einem Kleber befestigt und geschmolzen werden. Ich denke, dass die Verwendung einer Schmelzform die beste Lösung darstellt.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan