Glasfusing der erste Versuch


Hallo Kunstfreunde,

wie schon angekündigt, möchte ich über meine Erfahrungen im Umgang mit dem HotPot berichten.
Der erste Test diente der Erforschung der grundsätzlichen Nutzung des Hotpot. Dafür habe ich mehrere Glasstücke von zerbrochenen Flaschen verwandt. Im Einzelnen war es eine grüne Bierflasche, eine blaue Flasche eines Mixgetränks und ein Stück einer Fensterscheibe.

  • Die spannende Frage war, kann man überhaupt Glas in der Mikrowelle schmelzen?
  • Welches Ergebnis erzielt man und wie lange dauert es bis Glas in der Mikrowelle schmilzt?

In der nachfolgenden Bildergalerie seht ihr das Ausgangsmaterial sowie die Endprodukte. Für das eigentliche Schmelzen des Glases habe ich ca. 10 Minuten bei 600 Watt gebraucht. Nach ungefähr 6 Minuten begann das Glas zu fließen. Deutlich kann man im Bild das Glühen im inneren des HotPot sehen. Es entsteht dabei eine Temperatur von ca. 800° Celsius im Inneren des HotPot. Nachdem das Glas geschmolzen war, wurde das Gefäß aus der Mikrowelle entnommen. Ganz normale Küchenhandschuhe reichten dafür aus. Das Abkühlen dauert ungefähr 1 Stunde. Man sollte sich für das Abkühlen Zeit lassen und dabei den Topf geschlossen halten. Damit verhindert man ein schlagartiges Abkühlen der Glasstücke und es entstehen keine Risse im Schmuckstück.

Im zweiten Test habe ich mit einer zerbrochenen Bierflasche gearbeitet. In dem grünen Glas wurden kleine weiße Glasstücke eingebettet. Leider kommt der gewünschte Effekt nicht zur Geltung. Bis ich ähnliche Schmuckstücke produzieren kann wie im Bannerbild wird es wohl noch etwas dauern. Sehr schön sieht man die Wölbung im grünen Glas. Durch die Oberflächenspannung des geschmolzenen Glases können derartige Schmuckstücke nicht höher als 5 mm werden. Diese Form der Schmuckstücke wird auch als ‘Glaspfütze’ bezeichnet. Die Rückseite selbst ist noch zu rau. Sobald ich für dieses Problem eine Lösung habe, werde ich euch informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan